Kritiken

 

Squealer-Rocks.de
"There was a time we were so shattered. But now it's time to revenge stabbing my heart!" ("Prologue") Na, wenn das nicht klar ausgedrückt ist. Und deshalb haben Broken Marble ihr neues Album auch "Stabbing My Heart" genannt, denn wer kennt sie nicht, die "Stiche ins Herz" .... Um damit jetzt fertig zu werden, sind Broken Marble deutlich härter und bitterer geworden. Mit diesem neuen metallisch-alternativem Crossover-Album wollen sie ihre Fans, und diejenigen, die es werden wollen, ....
Es beginnt mit einem "Prologue", ... getragen von Monsterriffs, atmosphärisch, aber kurz.
"Bodycheck" dagegen ist .... Hart und gut! Gleichzeitig steht dieser Song auch für die musikalische Richtung auf "Stabbing My Heart", wo brachiale Gitarrenriffs den Sound dominieren, während Bass und Schlagzeug die Songs mal schnell, mal ein wenig langsamer, gnadenlos nach vorne peitschen. Dabei spielt der einfühlsame Gesang von Ina Zeplin eine besonders gute Rolle, denn durch ihn bekommen die Songs und die Texte eine sehr nachdenkliche und überzeugende Tiefe. Aber es gibt auch ruhigere Momente, kleine Zwischenspiele mit elektronischen Sounds wie beispielsweise "Bittersweet Perplexity" oder "B.B.T." .... Wirklich im wahrsten Sinne hervorragend.
Zwei echte Highlights sind "Planet Paradise?" und "Symphony Of A Broken Legend",..., kreativ, abwechslungsreich, mit gut gesetzten Breaks und vielstimmigem Gesang.
Das "Herbstblatt" auf der anderen Seite beschert uns die balladeske Seite von Broken Marble. Und dies ist, beim Teutates, eine richtig gute Ballade, wo vor allem die Frontfrau, zeigt, was in ihr steckt. Singen kann die wirklich, mein lieber Schwan!
Mittlerweile hat "Stabbing My Heart" ein ... hohes Niveau erreicht und die weiteren Songs bleiben auch dort oben, bis zum letzten Kracher "Falling Star" mit seinem doomigem Ende. Hitverdächtig! Der "Epilogue" ist ..., fast instrumental, mit akustischen Gitarren und ein wenig Klavier, sehr melodiös und mit dem zurückhaltenden Gesang der saustarken Ina Zeplin. So muss eine Platte enden!!!
Ich persönlich finde die kürzeren Zwischentitel auch nicht überflüssig oder merkwürdig, denn sie verleihen diesem Album einen hohen Wiedererkennungswert und eine Originalität, die mir bei vielen anderen Veröffentlichungen oft fehlt. Es muss nämlich nicht(!) ununterbrochen krachen! Kann ich gar nicht oft genug betonen!
Kurze Rede, noch kürzerer Sinn: "Stabbing My Heart" von Broken Marble ist die Spitze des Eisbergs im Crossover-Meer. Sie kennen zum Glück keine Genregrenzen und machen augenscheinlich (oder müsste es "ohrenscheinlich" heißen?), was sie wollen und, bitte, lasst euch auch weiterhin nicht von den ewig nörgelnden Puristen davon abhalten!

 

www.rocktimes.de
Mit "Stabbing My Heart" hat uns ... Broken Marble ihr Album Nummer drei zukommen lassen. Und auf den 16 Tracks (inklusive Pro- und Epilog) befindet sich der Vierer... ja, in welchem musikalischen Bereich eigentlich? Irgendwie scheint diese Musik in keine Schublade zu passen, ... Da sind zum Beispiel Heavy-Gitarren vorhanden, eine Sängerin, die direkt aus der Soul-Szene gekidnappt und dann ins Studio verfrachtet worden zu sein scheint und zur Krönung wurde den Songs noch eine nicht unerhebliche Portion an Electro- und HipHop-Elementen hinzugefügt. Puuh, da muss sich das (bzw. mein) Ohr erstmal dran gewöhnen, ... Lässt man sich auf die Musik ein, kann man allerdings viele interessante Dinge entdecken. Klar im Vordergrund steht die Frontfrau Ina Zeplin, auf die die einzelnen Stücke … zugeschnitten zu sein scheinen. Und die lässt sich dann auch ganz entspannt aus, singt, schimpft, stöhnt, flucht, ist aggressiv und auch mal ganz sanft unterwegs. Je nach Stimmungslage des jeweiligen Songs eben.... "B.B.T. (Broken Beat Theory)" hält sich dann komplett in HipHop-Gefilden auf während uns Ina im Text fragt »Wer will denn schon zu Rockmusik tanzen?« Im direkten Anschluss ("Symphony Of A Broken Legend") ist die Heavy-Gitarre dann aber wieder am Start und schreddert, lickt und soliert schön nach vorne, während Zeplin ihren Sangeskünsten mit lang gezogenen Melodiebögen Ausdruck verleiht. Es passiert ziemlich viel auf dieser Platte, ständig werden Stile gewechselt, neu aufgebaut, wieder über den Haufen geworfen oder auch kunterbunt vermischt. Konstant sind im Prinzip lediglich Ina Zeplins Gesang, die Garantie, dass es hier keine Garantien gibt und die durchaus gute technische Qualität der Musiker. Schon ein kleiner Trip sozusagen, bei dem es sich definitiv empfiehlt, ihn nicht eben so 'im Vorbeigehen' zu konsumieren, da man ansonsten Gefahr läuft, dass die Scheibe an einem vorbeigeht. Richtig schön schnörkellos geradeaus geht es bei "Adrenaline", … die von den fetten Gitarrenriffs der Nummer "L.O.S.T. (Love Syndrome Tragedy)" abgelöst wird. Metal, Rock, Soul, HipHop... Es ist nicht so, dass sich Broken Marble nicht entscheiden könnten, wo sie denn jetzt eigentlich hin wollen. Vielmehr macht es der Band einen Höllenspaß, sich zwischen allen Stühlen zu tummeln und schlicht und ergreifend genau das zu tun, was ihr gerade in den Sinn kommt. Wie gemacht also für den experimentierfreudigen Zuhörer, der sich hier (passiv) reichlich um musikalische Ecken und Windungen schlängeln kann, ... Wer also auch nur im Ansatz ein gewisses Faible für Crossover hat, bzw. im Allgemeinen sehr offen für Sounds aller Art ist, der sollte Broken Marble auf jeden Fall mal anchecken.

 

musik.terrorverlag.de - Punk ist tot! Crossover auch?
Vielleicht..., was sich ja aber vielleicht mit dem neuen Release von BROKEN MARBLE ändern könnte. … Dominiert werden die Kompositionen nämlich von schweren Nu Metal Riffs, begleitet von dem wummernden Bass, der wie im „Prologue“ ab und an auch leicht funkige Lines liefert, und den drückenden Drum-Beats. So abgenutzt das Genre auch sein mag, holt der Vierer doch einiges aus der scheinbar einfachen Formel heraus. Prächtige Wummen wie das einleitende „Bodycheck“, das groovige und mit Synth-Teppich unterlegte „Planet Paradise?“ und die filigrane EXILIA-Anleihe „Symphony Of A Broken Legend“ wissen, wie man mächtig Ärsche treten kann. Besonders Gitarrist Alexander Gromeier erweitert mit seinem facettenreichem Spiel den Terminus Crossover unter anderem um dicke Metal-Bretter, Solophasen und melodische Rockriffs. Dadurch zwar eine Ecke härter, erinnern die Stücke oft an die GUANO APES, was nicht zuletzt an Sängerin Ina Zeplin liegt. Die legt eine durchaus starke Stimme an den Tag, überzeugt aber vor allem in den melodischen Phasen. Durch die konstante Rückbesinnung auf die vorhandenen Hooks hält sie somit auch vertracktere Kompositionen zusammen. Mit gefühlvollem Gesang trägt sie das balladeske „Autumn Leaf“sogar fast gänzlich alleine. … Löblich sind allem voran die Arrangements. Melodie, Härte, Hooks, Samples - alles ist vernünftig aufeinander abgestimmt… ein straightes Crossover-Album mit viel Klasse. Für Rock-, Alternative- und New Metal-Liebhaber ein bestens geeignetes Album, um ins Jahr zu starten. Die Produktion klingt gut, die Stücke sind anspruchsvoll und doch eingängig... In meinem Player wird sich die Platte jedenfalls demnächst häufiger wiederfinden. Alle Interessierten sollten sich und BROKEN MARBLE einen Gefallen tun und sich ebenfalls den „Stich ins Herz“ versetzen!

 

powermetal.de - Poppig, frech, frisch.
Nu Metal, Industrial, Rock, Pop, Elektro ... habe ich etwas vergessen? Wen kümmerts - was die jungen Sachsen-Anhaltiner mit ihrem dritten Silberling auf die schubladenstarre Welt loslassen, ist einfach Musik: moderne, eingängige Musik mit Power und Rebellion; frischer Crossover im Stile von GUANO APES, DIE HAPPY ... und darüber hinaus! … Mainstream-Verweigerer brauchen nicht sofort auf die Barrikaden zu gehen, denn BROKEN MARBLE verkommen trotz Easy Listening nicht zu einer kommerziellen Klon-Kombo ohne Identität. Sie haben der Welt durchaus etwas mitzuteilen und musizieren mit spürbarer Leidenschaft, statt einfach Trends nachzududeln. … Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei, egal ob härtere Stampfer mit fetter Metal-Schlagseite wie 'Animosity' oder emotionale Stücke wie 'Autumn Leaf'. Eindeutiger Glanzpunkt der Musik ist die freche, lebendige Stimme der Frontröhre Ina Zeplin. …Hier schwingt sich großes Potenzial durchs Genre-Dschungel, und wenn es BROKEN MARBLE in Zukunft schaffen, ihre Ideen zu komprimieren und einen noch größeren Akzent auf Originalität setzen, steht einem Crossover-Revival nichts mehr im Weg!
Anspieltipps: 'Family Process', 'Planet Paradise', 'Falling Star'

 

musikreviews.de: Die oberflächlicher veranlagte Schreiber- und Fanschar dürfte den neuesten Output der sächsischen Anhalter BROKEN MARBLE sicherlich voreilig in die GUANO APES-Schublade stecken, doch das wäre zu einfach, falsch, ja blödsinnig – und es würde dem Quartett zu keiner Zeit gerecht werden, wenn sie diesen Stempel trüge... BROKEN MARBLE loten die Extreme viel weiter aus und hegen den Crossovergedanken deutlich intensiver. Von bretthartem, manchmal fast thrashigem Metal über hüpfkompatibles Neu-Eisen bis hin zu Hip Hop, Alternative, Filmscores und Elektronik tobt sich der Vierer überall um einiges tiefgehender aus. Zudem sind die vielen progressiven Elemente nicht gerade üblich für den generell eher grooveorientierten Kreuzüber. ... Ina Zeplin bereichert die meist sprunggelenkstimulierende Musik mit ihrer rotzig-dreckigen, kräftigen und souligen Stimme und erinnert in den derberen Momenten eher an SKUNK ANANSIEs Skin als an Sandra Nasic. ... Sound? Astrein, weil differenziert, klar und an den passenden Stellen stahlträgerschwer und in den richtigen Parts rein wie Quellwasser. Texte? Un-denglisch, unpeinlich, auf den Punkt gebracht. Attitüde? Geradeaus, in your face, ehrlich. FAZIT: Es gibt doch noch richtig gute Crossoverbands aus Deutschland, die nicht so wendehälsisch, nicht so albern und nicht so anbiedernd unterwegs sind. All zu zugänglich sind die Songs nicht immer, aber so ist garantiert, dass "Stabbing My Heart" weniger Fast Food ist, sondern mehr etwas, an dem man eine Weile zu knabbern hat.

 

Szenepunkt: Crossover ist out, das heisst jetzt BROKEN MARBLE. Oh Gott, Schubladen passen so gar nicht. "Rock´n´Roll" mit Metal-Touch, Pop- und Electro-Anklänge... Die local heroes-Publikumssieger aus Sachsen-Anhalt von 2004, veröffentlichen mit STABBING MY HEART ihr nunmehr drittes Komplettalbum. ... Das wichtigste aber ist, dass das Album energetisch, wie ein Live-Auftritt rüberkommt. … Das dabei der hitverdächtige BODYCHECK - der bereits auf dem Aktion Musik-Sampler „salad bowl – DIALOG“ ausgekoppelt wurde – als Opener dient, ist mehr als passend. Mit knalligen Passagen geht der Song ganz nach vorn, bedient aber auch Melodie und spielt mit balladesken Teilen, immer aber treibend. Ein tanzbar, knackiger Rocksong, der gleich Lust auf Mehr macht. Mit FAMILY PROCESS präsentiert die Band eine minimalistische Instrumentalperle, die in den kraftvollen, mit Backgroundvocals verzierten Song BITTERSWEET PERPLEXITY überleitet... in AUTUMN LEAF, einer melodischen Ballade, lotet die Frontfrau ihre Stimme aus. ..., bevor es mit L.O.S.T. und FALLING STAR zum Endspurt geht.

 

Obliveon - Metal und Gothik Magazin: Wer auf Bands wie Guano Apes oder Die Happy kann, der sollte Broken Marble mal eine Chance geben und ihr aktuelles Werk „Stabbing My Heart“ anchecken. Fette Grooves, heftige Gitarrenriffs, kraftvolles und anspruchsvolles Powerdrumming, dezente Electro-Klänge und vor allem der ausdrucksstarke Gesang von Sängerin Ina Zeplin wissen absolut zu gefallen und selbst die Hip Hop-Einflüsse, zugegebenermassen nicht gerade meins, lassen sich verkraften. Hinzu kommt ein Songwriting und eine Produktion, die wie im Falle von „Family Process“ auch schon mal an selige Faith No More zu „Real Thing“-Zeiten erinnern. Den Sachsen-Anhaltiner gelingt es zudem mehr als einmal Songs mit Ohrwurmpotential zu erschaffen („Planet Paradise?“, „Symphony Of A Broken Legend“) ohne ihr technisches Können unter den Scheffel zu stellen. Hier machen sich die Erfahrungen der beiden zuvor veröffentlichten Alben positiv bemerkbar. „Stabbing My heart“ ist ein erfrischendes Album, das mich wirklich positiv überrascht hat und zeigt, dass der Bereich alternativer Mucke noch lange nicht ausgereizt ist.

 

Metal-Aschaffenburg.de: Crossover aus deutschen Landen ist seit der Auflösung der Guano Apes bei vielen als mausetot verschrien. Den lebendigen Gegenbeweis treten die seit 2005 aktiven Broken Marble an, die mit „Stabbing My Heart“ ihr bereits drittes Werk veröffentlichen. Das Grundrezept ist die erprobte Kombination aus dickem Riffing, pumpendem Bass und Drums, das mit der mal kraftvollen, mal zärtlichen Stimme von Sängerin Ina Zeplin kombiniert wird. ... so massiv groovende Stücke wie der „Bodycheck“, „Symphony Of A Broken Legend“ oder „Family Process“ verleiten augenblicklich zum Kopfnicken. Selbst bei der Abwechslung spendenden, ruhigen Ballade „Autumn Leaf“ macht das Quartett eine gute Figur.… 11 hörenswerte, moderne Crossover-Stücke ..., mit denen Broken Marble ganz sicher mehr als nur die Fans der verblichenen Guano Apes erfreuen können.

 

FFM-Rock: Mal gefühlvoll zerbrechlich ohne poppig zu klingen und dann brachial metallisch... Allen voran Gitarrist Alexander Gromeier zeigt sich von seiner einfallsreichen Seite wenn er das Distortion-Pedal durchtreten darf und ergibt sich nicht in aufgebrauchten Platitüden des Genres...

 

EMP: Nach dem ... jazzigen Intro "Prologue" geht es auf dem Debut des Vierers aus Sachsen-Anhalt fast durchgehend krachend und recht flott ab... Während die Band ... `90er Jahre Alternativ Sound angehaucht, teils schweinerockend nach vorne prescht, variiert Frontfrau Ina ... wie beim atmosphärischen Groover "Planet paradise" oder der Power Ballade "Autumn leaf" …

 

Totentanz: … „Planet Paradise ?“ (richtig gut) und „Adrenaline“ gehen ... ins Ohr. … originelle Gitarrenarbeit von Alexander Gromeier und das erstklassige Drumming von David Pätzmann ... Wer auf etwas alternativen Modern-(Hard-)Rock mit leichter Metal-Schlagseite steht kann ... ein Ohr riskieren.”

 

Rock Hard: „...Mit ihrer Kombination aus Rock, Pop, Nu Metal und HipHop könnte das Quartett all jene ansprechen, denen der Nu Metal von Exilia zu hart und die Poprocker Die Happy zu, ähem, happy sind. ....Titel wie ´Stabbing My Heart´, ´Bodycheck´ oder die Ballade ´Autumn Leaf´ haben richtig Qualität...“